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Sicherheits- und Isolationsarchitektur

theway wurde von Grund auf nach den Prinzipien Security by Design, Zero Trust und Least Privilege entwickelt. Als zentrale IT-Management-Plattform für den Mittelstand garantieren wir höchste Schutzstandards für die Daten und Systeme unserer Mandanten.

1. Das 4-Schichten Multi-Tenancy Isolationsmodell

Die Trennung zwischen verschiedenen Kunden-Mandanten erfolgt auf vier unabhängigen technischen Ebenen:

1. Routing- & Subdomain-Isolation

Jeder Mandant greift über eine dedizierte Subdomain ({slug}.portal.twisb.de) auf das Portal zu. Das API-Gateway löst die Subdomain serverseitig in die eindeutige Tenant-ID auf. Jede Anfrage wird vor der Ausführung an den Kontext des Kunden gebunden.

2. Datenbank-Isolation (PostgreSQL Row-Level Security)

In der PostgreSQL-Datenbank ist für die Tabellen mit Mandanten-, Benutzer-, Freigabe- und Audit-Daten Row-Level Security (RLS) aktiv.Datenbankabfragen prüfen den kryptografisch signierten Anmelde-Token des Benutzers. Ein Mandant kann so keine Datenzeilen eines anderen Mandanten einsehen oder verändern.

3. API-Gateway & Token-Cache Isolation

Microsoft Graph Access-Tokens und Schnittstellen-Zugangsdaten werden pro Mandant getrennt gehalten. Es existieren keine geteilten Tokens oder mandantenübergreifenden Dienstkonten.

4. Eigene KI-Laufzeit je Mandant

Die KI-Agenten laufen in einer eigenen Laufzeitumgebung je Mandant in einem Rechenzentrum in Deutschland. Sie hat keinen direkten Zugang zu Ihren Microsoft-Daten, sondern ruft Werkzeuge nur mit einer kurzlebigen, an Person und Rolle gebundenen Freigabe im Portal auf.

2. Kryptografie & Verschlüsselungsstandards

Verschlüsselung ruhender Daten (AES-256-GCM)

Alle sensiblen Schnittstellen-Geheimnisse (Azure Client Secrets, Ticket-API-Keys) werden mittels AES-256-GCM und einem 32-Byte Master-Key verschlüsselt in der Datenbank gespeichert.

Transportverschlüsselung (TLS)

Sämtliche Verbindungen zwischen Browser, Portal, Datenbank und Microsoft Graph sind TLS-verschlüsselt; das Portal erzwingt HTTPS zusätzlich per HSTS.

3. Zero-Secrets-Architektur & Secret Scrubbing (DSGVO Art. 5)

Passwörter, BitLocker Recovery Keys, PINs oder MFA-Tokens dürfen nach den Grundsätzen der Datensparsamkeit nicht dauerhaft gespeichert werden:
  • Flüchtige Abfrage: Wenn ein Administrator einen BitLocker Recovery Key anfordert, wird dieser live über Microsoft Graph abgefragt, im Browser gerendert und unmittelbar aus dem Speicher verworfen.
  • Automatisierte Maskierung: System- und Audit-Logs durchlaufen vor der Speicherung automatisierte Filter, die sensible Parameter unkenntlich machen ([REDACTED]).

4. Schutz vor Cyber-Angriffen & Prompt-Injections

Benutzereingaben und Suchbegriffe für Microsoft-Graph-Abfragen werden vorab bereinigt, um Filter-Injections und unberechtigte Datenabfragen zu unterbinden.
Externe Inhalte (wie Ticket-Texte von Benutzern oder E-Mail-Nachrichten) werden von den System-Prompts der KI-Agenten als reine Daten behandelt. Aufforderungen wie „Ignoriere alle vorherigen Befehle“ werden vom LLM ignoriert.
Ein Token-Bucket-Algorithmus begrenzt API- und KI-Anfragen auf Mandanten- und Benutzerebene (max. 30 Anfragen/Minute), um Missbrauch und Überlastung zuverlässig abzuwehren.
Die KI kann Ihren Tenant nicht verändern. Kritische Eingriffe (z. B. Offboarding, Konten sperren, Conditional-Access-Rollouts) laufen nur über Anträge, die ein zweiter Portal-Admin freigibt; alle übrigen kritischen Aktionen sind gesperrt.

5. Compliance, Hosting & Auftragsverarbeitung

  • Standort EU / Deutschland: Datenbank und Anmeldung laufen in der EU, das Portal-Hosting in Frankfurt, die KI-Agenten in Deutschland; das Sprachmodell nutzt Microsoft Azure innerhalb der EU Data Boundary. Die vollständige Liste der Unterauftragsverarbeiter zeigt der Bereich Datenschutz & AVV im Portal.
  • DSGVO-Konformität & AVV: Für jeden Kunden steht ein standardisierter Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO mit detaillierten Technisch-Organisatorischen Maßnahmen (TOMs) bereit.
  • Automatisierte Löschfristen: Audit-Logs werden nach 12 Monaten pseudonymisiert und nach 3 Jahren (§ 195 BGB) gelöscht; Betriebsdaten haben kurze Fristen von 7 bis 90 Tagen. Details: Datenschutz & DSGVO.